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Das war 2016

„Ausweg gesucht“ 2016 endet mit furioser Preisverleihung

Wir bedanken uns bei allen 55 Filmteams für die großartigen Einreichungen. Mit einer solchen Vielfalt und Qualität, sowohl im Rahmen von Schulprojekten entstanden oder autonom von jungen Filmemacher*innen produziert, haben wir nicht gerechnet. Wir sind begeistert von den unzähligen Einreichungen, bei denen man durchweg die Leidenschaft und das Engagement für den Film und das Thema spürt!

Aftermovie 2016

https://www.youtube.com/watch?v=hXaFdFPPy6g

Eine super Preisverleihung liegt hinter uns. 450 Gäste, darunter natürlich auch die überglücklichen Preisträger, haben am Samstag das Cinespace in der Waterfront Bremen gerockt. Bremens Tatort Kommissar Oliver Mommsen und June Koch von RadioBremenNEXT haben das Publikum mit Witz und Musik durch den Nachmittag geführt. Das Ausweg-gesucht-Team möchte sich an dieser Stelle nochmal bei allen die das möglich gemacht haben und natürlich bei den vielen kreativen Teilnehmer*innen bedanken.

Fotos: Marcus Windus

Gewinner in der Alterskategorie 18-25 Jahre

https://www.youtube.com/watch?v=A5Q1a0YQsOM

Platz 1: Beating Darkness

von Luis Seemann

Der Film zeigt, dass es nicht immer um die richtige Entscheidung oder die richtigen Freunde geht, wenn wir davon sprechen, Auswege zu suchen. Beating Darkness thematisiert ein anderes Problem: Dass manche Dinge unumkehrbar sind. Dass es Menschen gibt, die schuldlos mit Situationen konfrontiert werden, die sich tief in sie eingraben und sie lange begleiten.
Der erste Platz bei den 18-25jährigen macht klar: Vor so etwas gibt es keine Flucht. Wer das Opfer eines Übergriffes geworden ist, dessen Leben ist davon gekennzeichnet, in jeder Minute erinnert werden zu können, was ihm passiert ist. Alltag sieht für diese Menschen anders aus als für diejenigen ohne derartige Erlebnisse. Davor nicht einzuknicken, zu lernen, sich zu wehren und das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen, um selbstbestimmt leben zu können, das zeigt uns dieser Film auf einem technisch und schauspielerisch überragendem Niveau. Den Mut, sich dieses in der Gesellschaft noch stark tabuisierten Themas anzunehmen, erkennt die Jury an mit dem ersten Platz.

https://www.youtube.com/watch?v=64fgE75TWTs
https://www.youtube.com/watch?v=YxUEm6v9gQs
https://www.youtube.com/watch?v=-52662u2K0A
https://www.youtube.com/watch?v=YSOtRZZBy3M

Gewinner in der Alterskategorie 15-17 Jahre

https://www.youtube.com/watch?v=6Qvqj3XKVkQ

Platz 1: Nach dem Regen

von: Devon Drzimalla

Gibt es einen point of no return? Kann man Dinge, die schief gelaufen sind, noch einmal drehen? Eins ist sicher: Je später man es versucht, desto schwieriger wird es.
Der erste Platz in der Kategorie der 15-17jährigen macht Mut, den ersten Schritt zu tun. Er macht aber auch schonungslos klar, dass dieser Schritt nicht einfach ist und dass hinter jedem Schicksal eine Geschichte steht. Dass man über Menschen vielleicht anders urteilt, wenn man ihnen zuhört. Nicht nur die von der Jury als sehr authentisch bewertete Handlung an sich, sondern deren dramaturgische Umsetzung, das überragende Zusammenspiel von Bildgewalt und Text sowie die schauspielerische Leistung nehmen den Zuschauer sofort mit auf die Reise des jungen Protagonisten und lassen ihn gedanklich nicht gehen, bevor es vorbei ist.

https://www.youtube.com/watch?v=YlKZ764proI
https://www.youtube.com/watch?v=QbzrsOr8-ik
https://www.youtube.com/watch?v=suN1S8ynR_o
https://www.youtube.com/watch?v=yA8r_KZ0o3Q

Sonderpreise

https://www.youtube.com/watch?v=7FzGuzRHDso

Sonderpreis der bremischen Landesmedienanstalt „Path of hare“

von: Ali Bergen

Der Sonderpreis der Bremischen Landesmedienanstalt geht in diesem Jahr an einen ganz besonderen Film. Mit „Path of the hare“ hat das Team um Ali Bergen einen wirklich beeindruckenden, wenn auch nicht ganz einfachen Film über das schwierige Leben einer Schülerin geschaffen. Die Geschichte geht nahe. Sie erschließt sich nicht auf den ersten Blick, auf den zweiten dafür aber umso nachhaltiger. Das Schicksal der Protagonistin, das mit hohem Symbolwert und einem kleinen Hasen in Szene gesetzt wurde, macht traurig und bewegt sehr. Dem Ende haftet etwas Traumhaftes, Irreales an. Selbstverletzung – als Sucht und als Selbsttherapie – ist unter Jugendlichen ein sehr bedeutendes und ernstes Thema. Insofern kann ein Film mit einem solchen Thema auch nicht leicht sein, er muss Schockmomente besitzen, er muss bewegen! Dass der Film trotz der Überspitzung funktioniert, verdankt er nicht zuletzt seiner starken und markanten Hauptdarstellerin. Ein relevanter, wuchtiger und bewegender Film über Schuld, Isolation, Verzweiflung und Ausweglosigkeit – kurzum ein Film, der bleibt.

https://www.youtube.com/watch?v=jZjCGMTeygs

Sonderpreis von Radio BremenNEXT „Über Kopf“

von: Omid Mohadjeri

Dieser Film sieht einfach gut aus. Die Farben, die Kameraführung, das Zusammenspiel mit der Musik: „Über Kopf“ spielt hier auf höchstem Niveau. Auch inhaltlich macht der Film einen wichtigen Punkt: Dem Ausweg aus der Sucht muss eine Entscheidung vorausgehen, den gegenwärtigen Zustand verändern zu wollen. Zu elegischen Bildern tanzt die charismatische Protagonistin durch reale und traumhafte Szenen und reflektiert über die Überlastung durch Arbeit und Stress. Die Begriffe „Sucht“ und „Krise“ werden hier eher gestreift. Bei der Wucht und Schönheit der Bilder hat es der Text aus dem Off schwer mitzuhalten. Gerade deshalb aber ist „Über Kopf“ der perfekte Gewinner für den Sonderpreis von Bremen NEXT. Regisseur Omid Mohadjeri darf dabei sein beim ersten Creator Space für junge Videokünstlerinnen und Videokünstlern in Bremen am 29. und 30. Oktober und kann dort seine Skills verfeinern. Der nächste Schritt für einen Filmemacher mit großem Potential.

https://www.youtube.com/watch?v=k-86TqE6aQs

Sonderpreis vom Förderverein Medienpädagogik „Nur noch heute“

von: Ronja Jürgens

„Nur noch heute“ hat den Sonderpreis der Medienpädagogik gewonnen. Im szenischen Spiel zeigen die Schauspielerinnen die Abwärtsspirale, in die das Leben junger Menschen durch Alkohol geraten kann. Erst der gemeinsame Spaß mit Alkohol, dann die erste Abgrenzung durch fehlende Abstinenz, die Veränderung des Freizeitverhaltens, anschließend der Verlust der Freunde und der Zusammenbruch. So komprimiert es auch im Film dargestellt ist, so real ist die Entwicklung. Und keins der Zeichen wird bis zum Zusammenbruch ernst genommen.

Wie wichtig es ist, bei ungebremstem Konsum von Suchtmitteln gegenüber Freunden auch sagen zu müssen, dass man sie nicht weiter trägt, so wichtig ist es auch, für sie wieder da zu sein, wenn sie eine Veränderung wünschen. Ein wunderschön gespielter Verlauf von Absturz und Ausweg, Entfremdung und Versöhnung.

Das war 2015

Ein starkes erstes Jahr „Ausweg gesucht“ mit einer super Preisverleihung zum Abschluss liegt hinter uns. 350 Gäste, darunter natürlich auch die überglücklichen Preisträger, haben das Cinemaxx Bremen gerockt. Bremens Tatort Kommissar Oliver Mommsen und Sänger Alex von der Band FAAKMARWIN haben das Publikum mit Witz und Musik durch den Nachmittag geführt.

Das „Ausweg gesucht“-Team möchte sich an dieser Stelle nochmal bei allen die das möglich gemacht haben und natürlich bei den vielen kreativen Teilnehmer*innen bedanken. Einige der Einreichungen von 2015 könnt ihr auf unserem Youtube-Kanal sehen. Hier findet ihr die Gewinnervideos des letzten Jahres.

Ausweg-6591

Aftermovie 2015

https://www.youtube.com/watch?v=2bWnZLBUF5w

Gewinnervideos 2015

https://www.youtube.com/watch?v=w75nwiNs144
https://www.youtube.com/watch?v=9I-U8Koogrc
https://www.youtube.com/watch?v=uBUpGS5kOJ4
https://www.youtube.com/watch?v=-XLwOy_BYKM
https://www.youtube.com/watch?v=robx4jwdgDk
https://www.youtube.com/watch?v=sx8OVEnbYWU
https://www.youtube.com/watch?v=IgvfoQaN3GI

Bilder von der Preisverleihung 2015